Made in Germany

Viele Produkte tragen die Herkunftsbezeichnung “Made in Germany”, sodass dieser vor 130 Jahren ins Leben gerufene Zusatz seit Langem nicht nur in Deutschland, sondern auch auf der ganzen Welt, als Merkmal für erstklassige Qualität anerkannt ist und zudem die deutsche Absatz- und Exportwirtschaft seit vielen Jahrzehnten ankurbelt.

Made in Germany Bedeutung?

Bis heute steht "Made in Germany" für erstklassige und vor allem hochwertige Verarbeitung und Entwicklung in Deutschland. Besonders viel Wert wird dabei in der Automobilbranche sowie bei Textilwaren und Möbeln gelegt. Hersteller wie u. a. Werkmeister, Schlaraffia oder Dunlopillo stehen dafür mit ihren Qualitätsprodukten im Bereich Matratzen und Lattenroste. Natürlich führt Dormando zahlreiche Made in Germany Matratzen und Bettwaren, die sie am entsprechenden Icon im Produktblatt erkennen. Nun fragen Sie sich wahrscheinlich trotzdem, was bedeutet Made in Germany eigentlich genau? Mit dem Gütesiegel „Made in …“ können in Mitgliederländern der EU produzierte Waren auf freiwilliger Basis deklariert werden. Auch in Deutschland produzierende Unternehmen dürfen selbst entscheiden, ob sie die Bezeichnung für absatzfördernde Zwecke verwenden möchte. Folgende Anhaltspunkte gelten aus rechtlicher Sich für die Nutzung:

  • maßgebliche Herstellung der Ware in Deutschland
  • entscheidender Wertschöpfungsanteil durch Zusammenbau in Deutschland
  • maßgebliche Veredelung des Produkts in Deutschland


Aber ab wann genau ist es also wettbewerbsrechtlich erlaubt, mit dem Zusatz „Made in Germany“ zu werben? Dazu gibt diverse, teils widersprüchliche Rechtsprechungen. Ein Produkt darf aber nach dem Wettbewerbsrecht und Markenrecht auch dann das Siegel Made in Germany tragen, wenn die Produktionsschritte mehrheitlich im Ausland getätigt wurden. Als zwingende Voraussetzung gilt allerdings die Entwicklung und Endmontage in Deutschland.

Made in Germany Siegel - geschichtlicher Hintergrund

Welche Geschichte steckt hinter dem Made in Germany Siegel? Ende des 19. Jahrhunderts, also zu Blütezeiten der Industrialisierung in Europa, wurden viele Märkte von minderwertig produzierten Importwaren und Plagiaten überschwemmt. Mit dem Merchandise Act des britischen Parlaments am 23. August 1887, wurde damals beschlossen, dass ab sofort alle Waren mit einer Angabe über das Herkunftsland versehen werden mussten. So konnten Käufer anhand der Kennzeichnung schnell erkennen, ob es sich im billige Importware aus dem Ausland handelte.

Auch in Deutschland reagierte man auf die Entwicklungen des Export-Booms. Daher wurde das Gütesiegel Made in Germany für deutsche Qualitätsware ins Leben gerufen, um sich bewusst von den Importwaren abzusetzen. Nach Ende des 2. Weltkriegs entwickelte sich das Gütesiegel so zu einem Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder und legte den Grundstein für den späteren Titel als Exportweltmeister. Nach der Teilung Deutschland wurden aus der DDR stammende Produkte entweder mit Made in GDR oder Made in Germany gekennzeichnet, wohingegen sich Produkte aus der BRD in Anspielung auf West-Deutschland mit dem Siegel Made in W. Germany davon abgrenzten. Auch heutzutage ist der Schriftzug für viele Unternehmen wertvoller Bestandteil ihrer Produktdeklaration. Doch es dürfte klar sein, dass auch China und andere exportstarke Länder in Sachen Qualität immer weiter aufholen.