Zirbenholz

Um das Edelholz der Zirbe ranken sich viele Mythen, aber nicht ohne Grund wird es bereits seit Jahrhunderten zur Befüllung von Kopfkissen und Betten nicht mehr nur in den Regionen verwendet, in der die Zirbelkiefer heimisch ist. Auch immer mehr Deutsche schwören auf die heilende und beruhigende Wirkung, die dem Zirbenholz nachgesagt wird. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Fakten rund um Zirbenholz und Zirbenholz-Produkte:

Was ist Zirbenholz?

Zirbenholz, oder auch vielerorts Zirbelholz genannt, ist das robuste, leichte und wohlriechende Holz der Zirbelkiefer. Seinen Namen verdankt es den geschwungenen Zapfen, da das mittelhochdeutsche Verb „zirben“ so viel bedeutet, wie sich wirbeln/drehen. In Österreich, Bayern oder der Schweiz sind Betten aus Zirbelholz oder mit Zirbenholz-Füllung am weitesten verbreitet, aber auch in Frankreich oder Rumänien kennt man den wertvollen Rohstoff. Das Holz weißt eine sehr schöne Maserung auf, die im Fachjargon auch als Fladerung bezeichnet wird. Im Holz sind zum einen wertvolle ätherische Öle enthalten und zum anderen auch ein antibakterieller Stoff namens Pinosylvin.

Woher kommt das Zirbenholz?

Das Holz der seltenen Zirbelkiefer (lat. pinus cembra), auch Zirbe, Zirbel, Arbe oder Arve genannt, wächst vornehmlich in den Alpen und Karpaten. Es handelt sich um eine äußerst robuste Baumart, die zur Familie der Kiefern zählt, über 20 Meter hochwachsen und mehr als 1000 Jahre alt werden kann. Die Bäume wachsen auch über 2000 Höhenmetern unter extremen Witterungsbedingungen und sind daher äußerst widerstandsfähig und zählen unter allen Nadelbäumen zur einzigen Art, die Hartholz hervorbringt.

Welche Vorteile hat Zirbenholz?

Dass Zirbenholz Eigenschaften hat, die andere Hölzer nicht vorweisen, ist allgemein bekannt. Auch nach Jahren verliert das Zirbenholz seinen wohltuenden, ätherischen Duft nicht. Folgende Effekte werden Zirbenholz nachgesagt und sind teils sogar durch Studien belegt:

  • kann die Herzfrequenz effektiv um bis zu 3500 Schläge (1 Stunde Herzaktivität) senken
  • kann Schlafstörungen vorbeugen und reduzieren
  • verringert Wetterfühligkeit und Kopfweh
  • beruhigende Wirkung und gesteigerte Erholungsphase
  • verbesserte Schlafqualität

Was wird aus Zirbenholz gemacht?

Aus dem wertvollen Zirbenholz werden zumeist Möbelstücke gefertigt. Kürzlich wurden sogar über 3000 Jahre alte Gebrauchsgegenstände aus Zirbenholz gefunden. Zirbensamen haben einen mit Walnusskernen vergleichbaren fein-nussigen Geschmack und werden gerne verzehrt. Zirbenöl mit seinen ätherischen Inhaltsstoffen wird gar als Heilmittel und außerdem als Bestandteil von Zirbenschnaps eingesetzt. Es gibt sogar Duftbäumchen mit Zirbenholzduft, die man sich ins Schlafzimmer hängen kann.

Im Alpenraum ist es Gang und Gäbe sogar ganze Zimmer mit Zirbelholz-Möbeln auszustatten und sogar Wandvertäfelungen aus dem Holz zu fertigen. Am häufigsten werden Schlafzimmer damit ausgestattet, wobei folgende Produkte sehr beliebt sind:

Zirbenkissen

Zirbelkiefer Kissen sind zum einen mit Zirbenholzspänen und zum anderen meist mit Schafschurwolle gefüllt. Die Zirbenspäne haben die gleiche wohltuende und beruhigende Wirkung wie große Holzmöbel. Der Vorteil ist, das es diese natürlichen Kissen schon für kleines Geld gibt. Die Dormando Schlafexperten empfehlen Ihnen das Hefel Zirbenkissen Zirbe Wash, lesen Sie dazu gerne die passende Zirelkissen Kaufempfehlung aus unserem Zirbenkissen Vergleich.

Zirbenbetten

Bei Zirbenbetten handelt es sich um hochwertige und langlebige Massivholzbetten aus Zirbenholz, die meist schon einen recht stolzen Preis haben. Auch werden mittlerweile sogar Zirbenlattenroste oder spezielle Zirbenmatratzen angeboten. Diese enthalten ähnlich wie Zirbenkissen im Kern unter anderem Zirbelspäne. Sogar für den Nachwuchs gibt es Kinderbetten aus Zirbelholz und passende Zirbel-Kommoden oder Nachttische.