Drei Techniken für Luzides Träumen

Selbst bestimmen zu können, was man träumt - davon träumen wahrscheinlich viele. Die Kontrolle über die eigenen Träume zu haben, bringt so einige Vorteile mit sich. So kann man Alpträumen aus dem Weg gehen, seine Fähigkeiten vertiefen oder auch einfach mal genau das machen, was man schon immer machen wollte. Sogenannte Klarträume oder Luzide Träume ermöglichen uns eine ganze Menge, aber um das zu erlernen, braucht man in der Regel viel Zeit … oder etwa doch nicht?

Wie kann man klarträumen lernen?

Es wird vermutet, dass nur etwa die Hälfte der Menschen klarträumen kann. Dennoch wollte es sich ein Wissenschaftler Team aus Australien nicht nehmen lassen und prüfte in einer Studie, ob sich die Chancen auf luzide Träume erhöhen lassen. In besagter Studie wurden 169 Probanden in drei verschiedenen Prozessen getestet. Als Basis dienten ein Fragebogen und ein Traumtagebuch, in das die Traumerlebnisse einer Woche eingetragen werden sollten. Eine Woche später sollte eine (oder auch mehrere) von drei luziden Trauminduktionstechniken angewendet werden. Diese werden im Folgenden natürlich noch genauer vorgestellt.

Bei einer Technik geht es darum, schneller in die REM-Schlafphase zu kommen. Dies ist die Phase, in der es am wahrscheinlichsten ist, dass man träumt. Dazu sollten die Versuchspersonen nach etwa fünf Stunden Schlaf für eine kurze Zeit wach werden und dann wieder einschlafen.

Eine andere Technik ist der sogenannte Realitätscheck, den man auch aus dem Film Inception aus dem Jahr 2010 kennt. Hierbei handelt es sich um einen kurzen Test, bei dem überprüft werden soll, ob die aktuell wahrgenommene Umgebung real oder nur geträumt ist. Das bekannte „Kneif‘ mich mal, ich glaube, ich träume“ ist zwar weit verbreitet, aber sehr unzuverlässig. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Arten von Realitätschecks – Körperliche Realitätschecks, Mentale Realitätschecks und Objekt-Realitätschecks.

Bei den körperlichen RCs geht es, wie der Name schon sagt, um den Körper. Beispielsweise kann man versuchen, Nase und Mund zu schließen. Kann man trotzdem atmen, handelt es sich um einen Traum. Mentale RCs sind noch ein wenig sicherer und praktischer. Hier kann man beispielsweise einen Empfindungstest machen. Das funktioniert, indem man kurz innehält und in sich hinein hört. Hat man ein erregendes und beängstigendes Gefühl zugleich, kann man sich nicht an seine Freunde oder Familie erinnern oder gibt es einen Bruch im Zeitverlauf, träumt man sehr wahrscheinlich. Ein gutes Beispiel für einen Objekt RC ist zum Beispiel der Uhren RC. Guckt man auf eine Uhr, dann wieder woanders hin und schließlich wieder auf die Uhr muss man darauf achten, ob sich die Anzeige unrealistisch verändert hat. Im Traum können beispielsweise auch Zeiten wie 26:73 Uhr angezeigt werden, was in der Wachwelt natürlich keinen Sinn ergibt.

Die dritte Methode, die angewendet werden sollte, nennt sich MILD-Technik. Das steht für Mnemonic Induced Lucid Dream, was man mit gedächtnis-induzierter Klartraum übersetzen kann. Hierbei sollten die Probanden wie bei der ersten Methode nach fünf Stunden aufwachen und vor dem Einschlafen den Satz „Wenn ich das nächste Mal träume, werde ich daran denken, dass ich träume.“ wiederholen.

Welche Methode ist die beste?

Zu Beginn der Studie, als die Traumtechniken noch nicht angewendet wurden, waren ca. acht Prozent der Teilnehmer in der Lage, luzide Träume zu haben. Als erfolgreichste Methode stellte sich die MILD-Technik heraus. Die Personen, die diese Technik durchgeführt haben, konnte ihre Quote auf ganze 46 Prozent steigern. Das liegt daran, dass diese Methode am prospektiven Gedächtnis arbeitet. Damit ist die Fähigkeit gemeint, sich daran zu erinnern, Dinge in der Zukunft zu tun. Da man den Satz wiederholt, bildet der Verstand die Absicht, sich daran zu erinnern. Wenn man sich im Traum daran erinnert, dass man träumt, führt das zu einem Klartraum. Dass man Klarträume eher in den letzten Schlafstunden hat, begünstigt diese Technik zusätzlich.

Erstaunlich ist, dass die Probanden, die diese Methode gewählt haben und ihren Schlaf somit unterbrochen haben, sich am nächsten Tag nicht müder als sonst fühlten. So kann man davon ausgehen, dass diese Technik keinen Einfluss auf die Schlafqualität hat. Am wenigsten erfolgreich waren die sogenannten Realitätschecks. Das wird damit begründet, dass die Zeitspanne zwischen dem RC und dem Einschlafen zu groß ist.

Matthias Billmann

Autor: Matthias

Im Sortiment von Dormando kennt sich Matthias hervorragend aus, egal ob es um Betten, Matratzen oder Bettwaren geht. Fast von Geburtsstunde an ist er Teil des Teams und kümmert sich seither um externe Kooperationspartner und Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram, Pinterest, Youtube und Co. Sein Job und Studium fordern ihn Tag für Tag, sodass er sich sonntags auch mal die nötige Ruhe gönnt. Das preiswerte und qualitativ starke Emma Boxspringbett gibt es schon in 140x200 cm. Bei mir bildet es das Herzstück meiner 1-Zimmer-Wohnung und bringt auf jeden Fall die nötige Gemütlichkeit rein.“